Sektor IV

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Uf eusi Chappe

10. November 2022, 09:30

Die bevorstehendi WM in Katar erzwingt e früehzitigi Winterpause. Das büütet eus d'Chance, über eusi Rolle im usufernde Fuessball-Business nahzdänke.

Als Fankurve setzed mir eus für en Fuessball ih, wo jede und jedi willkomme isch. Diskriminierige nach Gschlächt, sexueller Orientierig oder Herkunft händ bi eus nüt verlore. Vo so Ideal isch s WM-Gastgeberland Katar wiit entfernt. Imene Land, wo Homosexualität verbote isch und Fraue under dä Obhuet vo Männer stönd, chan vo Fuessball für alli kei Red sii.

D'FIFA bhauptet, dass d'WM d'Mänscherechtslag in Katar verbesseret. Fakt isch, dass mehreri tuusig Gastarbeiter bim Bau vo dä WM-Stadie gstorbe sind und ihri Familie bis hüt weder vo Katar no vo de FIFA entschädigt worde sind.

Doch nöd nur d'FIFA staht i de Verantwortig sondern au mir Fans. Mir wo d'WM-Mätch lueged, Panini-Bilder sammled und FIFA gamed, sind Teil vom Problem und müend au en Teil vo dä Schuld uf eusi Chappe näh.

Mit dä glichnamige Aktion verchaufed mir am Samstig GC-Winter-Chappene. Dä gsamti Erlös gaht ah Amnesty International, wo Familie vo verstorbene Gastarbeiter unterstützt.

Und für die wo nöd an Match chönd cho, aber trotzdem öpis wänd gäh, chönd ihr unter dem Link direkt spende.

Lönd eus während dä WM nöd vergesse, wer für 90 Minute Fuessball sis Läbe verlore hät und fangemer ah, euse Fuessballkonsum selbstkritisch z hinterfräge.

Fuessball isch für alli!

St. Galle uswärts

02. November 2022, 17:10

Extrazug

De Extrazug fahrt am 15:41 Uhr uf Gleis 18.

Alli wiiteri Infos zu dä Extrazüg.

Tickets

Tickets werdet im Extrazug und uf de Brugg vorem Stadion zum Einheitspriis vo 20.- verchauft.
Nämed de Betrag so gnau wie möglich bar mit!

Tageskasse wär äbefalls offe, Tickets chostet det isch 20.-/25.-

Derby

22. Oktober 2022, 15:35

Treffpunkt fürs Derby isch am 14:00 Uhr im Hardturm.
Dänket dra, es git kei Tageskasse, Tickets chönd ihr nur na bim Hardturm chaufe.

KEINE PLAYOFFS IM SCHWEIZER FUSSBALL

20. Oktober 2022, 16:24

Im Frühling 2022 hat die Swiss Football League (SFL) entschieden, auf die Saison 23/24 hin den Meistertitel sowie die nachfolgenden europäischen Plätze im Playoff-Verfahren zu ermitteln. Damit werden elementare Prinzipien des Profifussballs in der Schweiz über Bord geworfen: Jedes Spiel gegen jeden Gegner zählt gleich viel; entscheidend für die Platzierung am Ende ist die Leistung über die ganze Saison; Meister wird, wer über alle Runden hinweg am meisten Punkte holt.

Anstelle des bewährten Systems will die Liga einen Playoff-Modus einführen. Damit greift sie das Fairnessprinzip an: Wieso wird die Saison in Spiele unterteilt, von welchen manche mehr, manche weniger zählen? Wie soll der Meister von 2024 mit jenem vergangener Jahre oder Jahrzehnte verglichen werden, wenn die Art und Weise, wie dieser gekürt wurde, sich derart verändert hat?

Die Liga rüttelt zugunsten eines kurzlebigen Spektakels an sportlichen Grundfesten. Sie tut dies ohne jede Not: Die Super League stösst beim Publikum auf Anklang, die Zuschauerzahlen sind konstant hoch. Der Schweizer Fussball ist sportlich ein Erfolgsmodell: Die Nationalmannschaft als Aushängeschild des Verbandes ist aktuell so erfolgreich wie noch nie in ihrer Geschichte. Die meisten Nati-Spieler wurden in der Schweiz ausgebildet und in der Super League ans Profigeschäft herangeführt.

Gleichzeitig stossen die Playoffs auf Ablehnung: bei Fans auf den Tribünen und in den Kurven, bei Juniorinnen und Junioren, Sportjournalisten sowie Vertreterinnen und Vertretern des Profigeschäfts. Die Liga und die Mehrheit ihrer Klubs haben sich um die Bedenken ihrer Basis foutiert und setzen aus zweifelhaften Motiven Grundsätzliches aufs Spiel: Denn ob das ausgegebene Ziel, die Liga «spannender» zu machen mit einem aufgesetzten Casino-Modus erreicht wird, ist höchst zweifelhaft. Ebenso fraglich ist, ob sich dieser Modus wirtschaftlich überhaupt rechnet, wenn er zugleich das Stammpublikum vergrault.

Letztlich würde die Einführung von Playoffs im Schweizer Fussball im Kleinen das bedeuten, was im Grossen mit der Aufblähung von Champions League, EM und WM oder der Ausrichtung grosser Turniere an fragwürdigen Austragungsorten bereits geschehen ist: eine schrankenlose Kommerzialisierung und Eventisierung des Profifussballs auf Kosten seiner Integrität und seiner Verankerung an der Basis.

Wir fordern, dass die SFL-Klubs an ihrer anstehenden GV vom 11. November auf ihren Entscheid in Sachen Playoffs zurückkommen, die Playoffs kippen und sich stattdessen für ein Modell entscheiden, mit dem ein Kern an Tradition und Fairness im Schweizer Fussball gewahrt wird.

playoffs-nein.ch